Männer ab 40 Jahre: Niedrige Vitamin-D-Spiegel – schlechtere kognitive Leistung
Männer, die älter als 40 Jahre sind und zu wenig 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D) im Blut haben, verarbeiten Informationen langsamer als Männer mit einem normalen Vitamin-D-Spiegel.
Also doch - Vitamin-D-Mangel beeinflusst die kognitive Leistung laut einer Auswertung der Daten von mehr als 3.000 Männern im Rahmen der European Male Ageing Study (EMAS). Bis dahin zeigten die Studien zum Vitamin-D-Defi zit und kognitiver Leistung bei Erwachsenen eher inkonsistente Ergebnisse. Die EMA-Studie untersucht den Zusammenhang zwischen endokrinen Funktionen und Risikofaktoren und Art und Häufi gkeit von Symptomen, die mit dem physiologischen Alter einhergehen. Die teilnehmenden Männer der EMA-Studie waren zwischen 40 und 79 Jahre alt. Um die kognitive Leistung zu erfassen, mussten die Männer drei verschiedene Tests zum visuellen Gedächtnis und visueller Perzeption, zum Wiedererkennen und zur Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung durchführen (Rey Osterrieth Complex Figure Test [ROCF], Camden Topographical Memory Test [CTRM] und Digit Symbol Substitution Test [DSST]).
Die mittlere 25(OH)D-Konzentration betrug 63±31 nmol/l. Niedrige Konzentrationen waren assoziiert mit einer langsameren Informationsverarbeitung im DSST, vor allem Männer, deren 25(OH)D-Konzentration unter 35 nmol/ml lag, und ältere Männer verarbeiteten Informationen signifikant langsamer. Nun müssen prospektive Studien zeigen, ob eine Vitamin-D-Supplementierung die alters-abhängigen Abnahme bestimmter kognitiver Fähigkeiten beeinflusst.
Lee DM et al. J Neurol Neurosurg Psychiatry, published online on 21. May 2009
http://jnnp.bmj.com/cgi/content/short/jnnp.2008.165720v1



