Schnaps vermindert den virologischen Erfolg der HIV-Therapie stärker
HIV-Patienten, die statt Wein oder Bier lieber „harte Drinks“ konsumieren, gefährden den Erfolg ihrer HIV-Therapie
Bisher gab es eher widersprüchliche Ergebnisse hinsichtlich Alkoholkonsum und Therapieerfolg der HAART. Deshalb untersuchten US-amerikanische Forscher, ob die Art des Alkohols eine Rolle spielt. In der Kohortenstudie nahmen 55 HIV-Patienten teil, die vor allem Spirituosen tranken, und 110 HIV-Patienten, die Wein oder Bier bevorzugten. Das Ergebnis nach 24 Wochen: Bei den Wein- und Biertrinkern verbesserten sich unter HAART die CD4-Zellzahl um weitere 12 Zellen/μl und der Umfang der Thymusdrüse nahm um 7 mm zu, bei den Schnapstrinkern nahmen die CD4-Zellzahl um 4 Zellen/μl und die Thymusdrüse um 0,6 mm ab. Frauen aus der Spirituosen-Gruppe hatten im Vergleich zu den Männern aus dieser Gruppe eine niedrigere CD4-Zellzahl ( 163,4 +/- 46,2 versus 281,6 +/-198 Zellen/μl). Das Risiko für ein virologisches Versagen war bei den Schnapstrinkern höher.
Miqez-Burbano MJ et al. Alcohol Alcohol. 2009 May 18. [Epub ahead of print]
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19454401?ordinalpos=23&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_DefaultReportPanel.Pubmed_RVDocSum



