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Substanz aus Grünem Tee hemmt HIV-Beschleuniger

Bereits Ende 2007 isolierte die Arbeitsgruppe von Joachim Hauber, Heinrich-Pette-Institut Hamburg, das körpereigene Peptid SEVI (semen-derived enhancer of viral infection) , das die Infektiosität von HIV im Sperma erhöht. Nun ergaben die weiteren Forschungen von Ilona Hauber, dass eine Substanz aus dem grünen Tee SEVI hemmt und das Potenzial zu einem Mikrobizid haben könnte.

Bei der Suche nach Inhibitoren des Prostata-Peptids SEVI stießen die Forscher auf das Polyphenol Epigallocatechin-3-gallate (EGCG) aus Grünem Tee. Von EGCG war bereits bekannt, dass es Proteinablagerungen und feinste Fibrillen in Blutgefäßen abbaut - und SEVI bildet im Samen Fibrillen, welche die Infektion von Zielzellen begünstigt. In hochreiner konzentrierter Form verhindert EGCG die Bildung dieser Fibrillen in der Zellkultur und baut sie auch ab. Literweise Grünen Tee trinken nützt nichts, aber denkbar wäre der Wirkstoff in einer Vaginalcreme als wahrscheinlich nebenwirkungsarmes Mikrobizid.

Hauber I et al. PNAS 2009; 106(22):9033-9038
http://www.pnas.org/content/106/22/9033.full.pdf+html

 

Stand vom  17. Januar 2012 | Copyright 2012 Abbott GmbH & Co. KG | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Druckversion