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Abbotts Geschichte im Bereich HIV

Seit über 20 Jahren leistet Abbott bedeutende Beträge zur Bekämpfung von HIV/AIDS durch die Entwicklung innovativer, diagnostischer Tests und Arzneimittel. Abbott und der Abbott Fund haben mehr als $100 Millionen Dollar für die Weiterentwicklung von HIV-Tests, die Behandlung und sonstige Förderleistungen in Entwicklungsländern investiert. In enger Zusammenarbeit mit internationalen Behörden, Regierungen und nicht-staatlichen Organisationen, tragen Abbott und der Abbott Fund zur Verbesserung der Lebensqualität der von HIV/AIDS betroffenen Menschen in Industrie- und in Entwicklungsländern – mit Fokus auf die Sub-Sahara Staaten Afrikas - bei.

Nachfolgend finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Aktivitäten von Abbott auf dem HIV-Gebiet:

1985: Abbott bringt den ersten zugelassenen Test zum Nachweis von HIV-Antikörpern im Blut auf den Markt, mit dem eine umfassende Untersuchung des weltweit gespendeten Bluts und sowie des Bluts von Einzelpersonen möglich wird.

1992: Abbott erhält als erstes Unternehmen die Marktzulassung der FDA für einen diagnostischen HIV-1- und HIV-2-Test. Es handelt sich um das erste Diagnosesystem seiner Klasse, bei dem gleichzeitig auf HIV-1- und HIV-2-Antikörper getestet werden kann.

Synthese eines ersten bahnbrechenden Proteaseinhibitors.

1995: Das Expanded Access Programm (EAP) für den ersten Proteaseinhibitor beginnt und ermöglicht weltweit 2.000 Patienten den Zugang zu diesem Arzneimittel. Die bedürftigsten Patienten erhalten das HIV-Medikament kostenlos.

1996: Der Proteaseinhibitor erhält die beschleunigte Zulassung der FDA für die Anwendung bei Patienten mit HIV-Erkrankung im frühen und fortgeschrittenen Stadium.

1997: Der neue Proteaseinhibitor ist einer der ersten, der aufgrund der pharmakokinetischen und sicherheitsbezogenen Daten von der FDA für die Anwendung bei Kindern zugelassen wird.

1999: Die FDA erteilt die vollständige Zulassung für den Proteaseinhibitor.
Die ersten Patienten außerhalb der USA werden in das Early Access Programm (EAP) für ein weiteres Präparat aufgenommen.

2000: Die FDA erteilt die beschleunigte Zulassung für einen weiteren Proteaseinhibitor. Dieser ist damit ein Medikament der neuen Proteaseinhibitorgeneration unter den antiretroviralen Arzneimitteln. Zu diesem Zeitpunkt ist er der einzige Proteaseinhibitor, der in den USA für die Anwendung bei Kindern ab einem Alter von 6 Monaten zugelassen ist.

2000: Der Abbott Fund ruft das Step Forward Programm ins Leben, mit dem von HIV betroffenen Kindern geholfen werden soll. Abbott arbeitet eng mit seinen Partnern vom Baylor College of Medicine, der Axios-Stiftung und der International HIV/AIDS Alliance zusammen.

2001: Abbott bringt 12 Ärzte verschiedener Herkunft im H.A.L.T. (HIV African American und Latino Treatment) Council zusammen, der sich mit dem kulturellen Aspekt der Behandlung von HIV-infizierten Erwachsenen und Kindern aus der afro- und lateinamerikanischen Bevölkerung beschäftigt. H.A.L.T. entwickelt eine kulturell angepasste Antwort auf die vom US Department of Health and Human Services (DHHS) herausgegebenen HIV/AIDS-Behandlungsrichtlinien, welche die Besonderheiten der medizinischen Versorgung von Minderheiten im Blick hat.

2001: Abbott startet das Abbott Access Programm in allen 69 am wenigsten entwickelten und in erster Linie afrikanischen Ländern, in denen beide HIV-Medikamente und ein HIV-Schnelltest (zum Selbstkostenpreis) auf dem Markt sind.

2001: Die erste HIV-Kinderklinik wird in Zusammenarbeit des Abbott Funds mit dem Baylor College of Medicine in Constanta, Rumänien eröffnet.
Über 600 Kinder werden behandelt. Drei Jahre später ist ein Rückgang der Sterblichkeit um 15 % festzustellen, während die Zahl der HIV-infizierten Kinder im lokalen Krankenhaus sich um über 90 Prozent verringert hat.

2002: Im Rahmen des PMTCT Programms (Preventing Mother to Child Transmission)
stellt Abbott in über 69 unterentwickelten, hauptsächlich afrikanischen Ländern seinen HIV-Schnelltest millionenfach kostenfrei zur Verfügung und unterstützt so Präventionsmaßnahmen bezüglich der Mutter-Kind-Übertragung von HIV.
Nachhaltiges Handeln ist gefragt, da sich jeden Tag 1.800 Kinder hauptsächlich beim Geburtsvorgang infizieren. Durch eine antiretrovirale Therapiemaßnahme vor der Geburt kann das Infektionsrisiko von 30 Prozent auf unter 4 Prozent gesenkt werden.

2003: Der Abbott Fund ruft sein Tansania-Hilfsprogramm ins Leben, das bei der Modernisierung der medizinischen Infrastruktur und Gesundheitssysteme in Tansania helfen soll und investiert über 41 Millionen Dollar. Zu den Projekten gehören der Bau eines ambulanten Behandlungszentrums, wo bis zu 100 Patienten pro Tag versorgt werden können, die Renovierung des zentralen Pathologielabors, damit mehr Tests in kürzerer Zeit durchgeführt werden können, die Einrichtung neuer IT-Systeme und die umfassende Schulung von Gesundheitsfachkräften und Krankenhausleitern. Das Programm umfasst mehr als 80 Krankenhäuser und Kliniken in ganz Tansania, darunter auch das Muhimbili National Hospital in Dar es Salaam.
Dieses Krankenhaus wurde modernisiert und bietet heute Kapazitäten für mehr als 1.000 Patientenbesuche pro Tag. Es stehen private Untersuchungsräume zur Verfügung, und es wird ein integrierter Service mit hauseigener Apotheke angeboten. Es
können täglich 1.200 HIV-Tests durchgeführt werden, deren Ergebnisse binnen 24 Stunden vorliegen.

2005: Am Muhimbili National Hospital in Dar es Salaam wird ein von Abbott und dem Abbott Fund im Rahmen seines Tansania-Hilfsprogramms unterstütztes neues ambulantes Zentrum und ein neu renoviertes zentrales Pathologielabor eingeweiht.

2005: Die Tablettenform eines zweiten Proteaseinhibitors erhält die Marktzulassung seitens der FDA. Durch Einsatz der firmeneigenen Schmelzextrusionstechnologie (Meltrex) wurde eine Tablettenform des Medikaments entwickelt, die nicht mehr gekühlt werden muss. Dank der neuen Technologie kommen erwachsene Patienten im Rahmen ihrer Behandlung mit weniger Tabletten aus und können diese mit oder ohne Mahlzeit einnehmen. Die Zulassung dieser Form durch die FDA stellte die Verfügbarkeit in bestimmten Entwicklungsländern sicher.

Am Muhimbili National Hospital in Dar es Salaam werden ein von Abbott und dem
Abbott Fund im Rahmen seines Tansania-Hilfsprogramms unterstütztes neues ambulantes Zentrum und ein neu renoviertes zentrales Pathologielabor eingeweiht.

2006: Der Abbott Fund und das Baylor College of Medicine eröffnen im November eine neue HIV-Kinderklinik für Kinder in Lilongwe, Malawi. Bis heute sind schon mehr als 1.000 Kinder mit HIV/AIDS in dieser Klinik behandelt worden. Entsprechend dem Modell der ersten Klinik in Rumänien hat Baylor weitere Kliniken in Rumänien, Malawi, Botswana, Lesotho, Swasiland und Uganda eröffnet. In Burkina Faso ist ebenfalls eine Klinik im Bau.

2006: Abbott geht mit Basketballstar Earvin „Magic“ Johnson und der Magic Johnson Foundation eine Partnerschaft zur Bekämpfung des alarmierenden Anstiegs von HIV-Infektionen in der afroamerikanischen US-Bevölkerung ein. Die Kampagne “I Stand With Magic” (www.istandwithmagic.com), die am Welt-AIDS-Tag, dem 1. Dezember 2006, gestartet wurde, ist eine mehrjährige, millionenschwere Initiative. Ihr Ziel ist es, der afroamerikanischen Bevölkerung sowie anderen Minderheiten Aufklärungsmaterial und Fördermittel zur Verfügung zu stellen, um die Verbreitung von HIV einzudämmen.

2006: Ein Proteaseinhibitor in Tablettenform erhält die Marktzulassung seitens der EMEA (europäische Zulassungsbehörde). Hierauf folgt im Rahmen eines neuen Zulassungsverfahrens die EMEA-Zulassung von einer weiteren Tablette, die identisch mit der ersten Form ist, aber eine andere Farbe hat und für die Verwendung in Entwicklungsländern gekennzeichnet ist. Aufgrund dieser Zulassung konnten die Certificates of Pharmaceutical Product (CPPs), welche für die Registrierung in den meisten Entwicklungsländern benötigt werden, bis Ende des Jahres ausgestellt werden.

2007: Der Abbott Fund eröffnet ein Büro in Dar es Salaam, Tansania – das erste außerhalb von Illinois. Der Fund gewinnt auch neue Partner, um die globalen Aids-Hilfsprogramme von Abbott voranzubringen, darunter das Catholic Medical Mission Board, die Elizabeth Glaser Pediatric Aids Foundation und Family Health International. Im April senkt Abbott seine Preise für Länder mit niedrigem bis mittlerem Einkommensniveau erneut, sodass dort die Behandlung eines Patienten pro Jahr nicht mehr als 1.000 US-Dollar kostet. Damit werden die beiden Proteaseinhibitoren im Vergleich zu anderen geboosteten oder ungeboosteten Proteaseinhibitoren zu den günstigsten Medikamenten, die in den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO), des US Departments of Health and Human Services (DHHS), der British HIV Association (BHIVA) und der International Aids Society (IAS)-USA empfohlen werden.

 

Stand vom  08. März 2010 | Copyright 2010 Abbott GmbH & Co. KG | Kontakt | Impressum | Rechtliches | Druckversion