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Fettumverteilungsstörungen

Unter dem Oberbegriff Fettumverteilungsstörungen (Lipodystrophie) werden das Verschwinden (Lipoatrophie) oder die Ansammlung (Lipohypertrophie) von Fettgewebe in bestimmten Körperregionen zusammengefasst. Die Ursachen dieser Symptomatik sind bis heute nicht abschließend geklärt. Man vermutet, dass neben der Virusinfektion selbst und Faktoren wie Geschlecht, Alter, Body-Mass-Index und Rauchen auch die HAART eine Rolle spielt. Wurde früher die Langzeitanwendung von Proteaseinhibitoren hierfür verantwortlich gemacht, zeigen neuere Studien, dass bestimmte Nukleosid-Hemmer der reversen Transkriptase (NRTI) eine wichtige Rolle spielen und auch Nicht-Nukleosid-Hemmer der reversen Transkriptase (NNRTI) am Geschehen beteiligt sein können.

Für viele Betroffene stellen die sichtbaren körperlichen Veränderungen ein großes Problem dar, da sie das Körperbild und somit das Selbstwertgefühl beeinträchtigen. Darüber hinaus werden sie als HIV-positiv erkennbar und fühlen sich stigmatisiert. So kann bei einer Lipoatrophie das subkutane Fettgewebe an Armen und Beinen, am Gesäß, aber auch im Gesicht verschwinden, was sich in eingesunkenen Wangen und einer vorgewölbten Stirn äußert. Typische Erscheinungen der Lipohypertrophie sind dagegen Fettansammlungen an Brust und Bauch sowie im Schultergürtel und am Hals („Stiernacken“).

Zur Behandlung dieser Symptomatiken stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung. Hierzu zählen die Umstellung der HAART, körperliches Training, Veränderungen in der Ernährung und auch die kosmetische Chirurgie. Weitergehende Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Broschüre „Lipodystrophie“, die Sie als pdf-Datei herunterladen können.

Broschüre Lipodystrophie (745KB)
Broschüre veröffentlicht: November 2009.

 

Stand vom  25. August 2010 | Copyright 2010 Abbott GmbH & Co. KG | Kontakt | Impressum | Rechtliches | Druckversion