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Die Infektion

Die Ansteckung mit dem Humanen Immundefizienz Virus (HIV) führt zu einer schwerwiegenden Schwächung des körpereigenen Immunsystems. Der Organismus wird so zunehmend wehrlos gegenüber Krankheitserregern, die er sonst problemlos bekämpfen könnte. Im Endstadium der HIV-Infektion entwickeln die Patienten das Krankheitsbild AIDS (Aquired Immune Deficiency Syndrome, erworbene Immunabwehrschwäche), das durch eine niedrige Anzahl bestimmter Abwehrzellen (CD4-Zellen) und das Auftreten charakteristischer Infektionen (so genannte opportunistische Infektionen) oder bestimmter Krebsarten definiert ist. Opportunistische Infektionen können durch Viren, Bakterien, Pilze oder parasitäre Einzeller ausgelöst werden. Häufige Krankheitsbilder sind Candidosen (Infektion durch Pilze der Gattung Candida), Toxoplasmose (Infektion durch den Parasiten Toxoplasma gondii), Pneumocystis-Pneumonie (Lungenentzündung), Tuberkulose, Mykobakteriosen oder Herpes-Infektionen.

Die Diagnose HIV verändert das Leben

Die Entwicklung wirksamer Medikamente hat in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass die Diagnose „HIV positiv“ etwas von dem Schrecken einer tödlichen Infektion verloren hat. Betroffene können inzwischen viele Jahre lang fast beschwerdefrei leben. Auch ist das Wissen über die Erkrankung und vor allem die Ansteckungsmöglichkeiten in der Bevölkerung inzwischen größer, so dass Patienten heute mit weniger Vorurteilen zu kämpfen haben, als noch in den 80-er Jahren.

Für die Betroffenen verändert die Diagnose „HIV-positiv“ dennoch alles. Sie können jetzt andere Personen infizieren und müssen ihr Verhalten und ihre Sexualität danach ausrichten. Nach wie vor werden sie durch die Erkrankung häufig stigmatisiert. Das bedeutet, dass sie sich genau überlegen müssen, mit wem sie offen über die Erkrankung sprechen können und welcher Zeitpunkt der Richtige ist. Das Krankheitsbild AIDS tritt heute Dank wirksamer Behandlungsoptionen deutlich später ein als noch vor wenigen Jahren. Hat es sich jedoch ausgebildet, bestimmt es das Leben fast völlig. Neben den Einschränkungen durch den immer schlechter werdenden Gesundheitszustand wird oft auch die Therapie als sehr belastend empfunden, beispielsweise durch Einnahmevorschriften mit zahlreichen Tabletten sowie die auftretenden Nebenwirkungen.

Eine kontinuierliche Behandlung ist wichtig

Dennoch ist eine kontinuierliche Therapie heute unabdingbar, um das Fortschreiten der Erkrankung über Jahre und Jahrzehnte hinweg aufzuhalten. In den letzten Jahren wurden ständig neue Behandlungsmöglichkeiten entwickelt, die bei Patienten, die auf ihre bisherige Therapie nicht mehr ansprechen, wirksam sein können und ihnen so weitere wertvolle Lebenszeit schenken.

Im Folgenden möchten wir Sie mit den Grundlagen der HIV-Infektion näher vertraut machen und Ihnen die Diagnostik der Erkrankung sowie Grundlagen der Therapie vorstellen. Weitere Themen befassen sich mit der richtigen Ernährung bei einer HIV-Infektion und dem Umgang mit den Nebenwirkungen der Therapie.

 

Stand vom  17. Januar 2012 | Copyright 2012 Abbott GmbH & Co. KG | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Druckversion